Home Assistant Backup: Warum ich es jetzt endlich einrichte

Die letzten Backup-Artikel hier im Blog sind von 2021 und drehen sich um FHEM und ioBroker. Home Assistant läuft bei mir mittlerweile seit einigen Jahren als Zentrale im Haus, und gesichert habe ich davon bisher genau eine Sache: die Konfigurationsdateien, per Git. Kein Ausfall, kein kaputtes Update. Es ist einfach mal fällig.

Was Git bei mir sichert und was nicht

Die Konfiguration im Git zu haben, finde ich nach wie vor richtig. Ich arbeite lieber direkt in den YAML-Dateien als in der Oberfläche, und so sehe ich bei jeder Änderung, was ich wann angefasst habe.

Nur ist das eben kein Backup von Home Assistant. Alles, was ich über die Oberfläche eingerichtet habe, liegt nicht in den YAML-Dateien, sondern im Ordner .storage: Integrationen, Geräte, Dashboards, Benutzer. Und die Datenbank mit dem Verlauf fehlt auch. Wiederhergestellt habe ich aus dem Git noch nie etwas. Ob das im Ernstfall reibungslos klappt, weiß ich also schlicht nicht.

Und noch etwas: Zigbee2MQTT, Mosquitto, InfluxDB und Grafana laufen bei mir als eigene Docker-Container neben Home Assistant. Die sind von dem, was ich hier beschreibe, gar nicht betroffen. Das hebe ich mir für einen eigenen Artikel auf.

Das eingebaute Backup in der Docker-Installation

Seit Version 2025.1 bringt Home Assistant ein eigenes Backup-System mit, und zwar für alle Installationsarten. Vorher ging die Wiederherstellung nur unter HAOS. Bei mir läuft Home Assistant als Docker-Container auf dem HP EliteDesk, ohne Supervisor und ohne Add-ons. Die Screenshots hier stammen deshalb aus einer frischen Demo-Instanz mit Version 2026.10.2, damit nichts von meinem Haus drauf ist und ihr genau das seht, was eine Docker-Installation anbietet.

Zu finden ist das unter Einstellungen > System > Backups.

Der erste Schritt nach dem Klick auf „Backups einrichten“ ist der Verschlüsselungscode. Home Assistant erzeugt einen Schlüssel und bietet an, ihn als Notfallset herunterzuladen, und das sollte man wirklich tun, bevor man weiterklickt. Ohne diesen Code lässt sich kein Backup wiederherstellen, und Home Assistant kann ihn auch nicht für euch nachschlagen.

Danach gibt es zwei Wege: „Empfohlen“ sichert täglich und behält drei Backups. Oder „Benutzerdefiniert“, dann wählt man Zeitplan, Uhrzeit und Aufbewahrung selbst.

Als Uhrzeit steht „Systemoptimum“ voreingestellt, laut Home Assistant ein Zeitpunkt zwischen 4:45 und 5:45 Uhr.

Bei „Zu sichernde Daten“ stehen in der Docker-Installation genau zwei Punkte: die Home-Assistant-Einstellungen (immer dabei) und der Verlauf, also die Datenbank. Add-ons, Medien oder freigegebene Ordner tauchen nicht auf. Das ist kein Fehler, die gibt es ohne Supervisor einfach nicht.

Und dann die Speicherorte: Die Liste ist leer. Kein Netzwerkspeicher, kein NAS zur Auswahl, wie man es von HAOS kennt. Das einzige Ziel ist „Dieses System“, und die Datei landet im Konfigurationsverzeichnis unter backups/. Wer sie wie bei HAOS unter /backupsucht, sucht vergebens.

Das Backup selbst ist eine .tar-Datei mit einer kleinen backup.json und einem verschlüsselten Archiv darin. In der Übersicht lässt es sich auch direkt wieder einspielen, der Button „Wiederherstellen“ ist in der Docker-Variante genauso vorhanden.

Ab aufs NAS

Ein Backup, das auf derselben SSD liegt wie das System, ist nur die halbe Miete. Bei mir soll es auf das Ugreen NAS (Affiliate). 

Weil Home Assistant im Container das NAS nicht selbst kennt, muss der Weg über den Ubuntu-Host gehen. Mein Plan ist, die NAS-Freigabe auf dem EliteDesk zu mounten und den Ordner dann als Volume auf /config/backups in den Container zu hängen. Dann schreibt Home Assistant direkt aufs NAS, ohne es zu merken. Die Alternative wäre, die Backups lokal zu lassen und per Cronjob rüberzukopieren. Getestet habe ich beides noch nicht, Erfahrungswerte und die Größe der ersten echten Backups reiche ich nach.

Die Cloud-Ziele wie Google Drive oder OneDrive lasse ich bewusst aus. Ich bin ja kein Fan davon, Daten aus dem Haus in fremde Clouds zu schieben. Dafür habe ich eine eigene Nextcloud-Instanz, die ich später als zweites Ziel anbinden will. Dann wäre ich auch bei der 3-2-1-Regel, die ich eigentlich gut finde: NAS als zweite Kopie, Nextcloud als dritte an einem anderen Ort.

Was noch offen ist

Der wichtigste Punkt steht noch aus: ein echter Restore-Test. Ein Backup, das man nie zurückgespielt hat, ist nur eine Hoffnung. Das probiere ich als Nächstes aus, bevor ich mich auf das Ganze verlasse =)

Wie sichert ihr eure Home-Assistant-Installation, vor allem wenn sie wie bei mir im Docker läuft? Und musste bei euch schon mal ein Restore wirklich ran? Erfahrungen und Tipps gerne unten in die Kommentare.

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